Bővebb ismertető
Vorwort Das Jahrbuch Die Schweiz" tritt seinen zweiten Jahrgang an. Die Herausgeber wurden durch die sympathische Art, wie das neue Unternehmen begrüBt worden ist, ermuntert, am Werke zu bleiben. So weit unsere Uebersicht reicht, ist die Wünschbarkeit und Nützlichkeit dieser Publikation nirgends bestritten worden. Sie will ja nicht nur registrieren und kommentieren, was der Lauf des natio- , nalen Jahres gezeitigt hat; darüber hinaus will das Jahrbuch auch die allgemeine schweizerische Problematik erörtern, darin die unmittelbare Vergangenheit mit der Gegenwart zusammenfassen und die Wege, die sich zur Zukunft öffnen, ableuchten und verbreitern. Es ist der doDoelte Wunsch ausgesprochen worden, einesteils: die Beitráge möchten etwas mehr in der Vergangenheit, in der Historie verankert werden, andernteils: sie möchten wesentlich auf die Zukunft eingestellt, programmatisch verfaBt werden. Gegenüber dieser Gegensátzlichkeit glauben wir eine annehmbare Mitte eingehalten zu habén. Wir geben zu, daB das Jahrbuch inhaltlich einen recht mannigfaltigen und weltanschaulich nicht einheitlichen Charakter aufweist. Aber dies ist doch kaum zu vermeiden, wenn das gesamte nationale Zeitbild umspannt und nicht nur das Wesentliche, sondern dies Wesentliche auch von durchaus zustándigen und in ihrer Weltanschauung respektierten Persönlichkeiten behandelt werden soil. Unsere Pro- \ blematik ist sachlich universal und sie reicht von der Religion und Kunst über die Politik hinüber zur Wirtschaft und Technik. Auch diese programmatische Mannigfaltigkeit der nationalen Lebensgebiete steht einer geistigen und weltanschaulichen Einheit der Auffassungen in den einzelnen Beitrágen im Wege, und damit geht gewiB eine unbedingt geschlossene menschliche und nationale Erziehungsmöglichkeit verloren. Sie hatte nur erkauft werden können durch eine starke programmatische Verengung des sachlichen Einzugsgebietes dieses Jahrbuches. Mit dieser Bemerkung ist auch angedeutet, warum die Begründer des Unternehmens sich nicht dazu entschlieBen konnten, die Herausgabe einer einzelnen Persönlichkeit anzuvertrauen und diese auf allén Gebieten zu einer nicht nur kritischen, sondern auch schöpferischen Sachkenntnis zu verpflichten.