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B. Vágó Eszter - Die Gräberfelder von Intercisa I. [antikvár]

Die Gräberfelder von Intercisa I. [antikvár]

B. Vágó Eszter, Bóna István

 
VORWORTDie vorliegende Publikation des Südostfriedhofs von Intercisa ist die ureigenste Arbeit von Eszter B. Vágó: von den Ausgrabungen über die Leitung der Restaurationsarbeiten, die Beschreibung der Gräber und Funde bis zu dieser Bearbeitung. Beide Teile des Gräberfeldes wurden unter ähnlichen Umständen erschlossen. In beiden Fällen begannen die Arbeiten in den frostigen Tagen Ende Februar, Anfang März und endeten in der Julihitze. Auf der baumlosen Hochfläche am Steilufer der Donau gab es keinen Schutz vor dem eisigen Wind noch...
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VORWORTDie vorliegende Publikation des Südostfriedhofs von Intercisa ist die ureigenste Arbeit von Eszter B. Vágó: von den Ausgrabungen über die Leitung der Restaurationsarbeiten, die Beschreibung der Gräber und Funde bis zu dieser Bearbeitung. Beide Teile des Gräberfeldes wurden unter ähnlichen Umständen erschlossen. In beiden Fällen begannen die Arbeiten in den frostigen Tagen Ende Februar, Anfang März und endeten in der Julihitze. Auf der baumlosen Hochfläche am Steilufer der Donau gab es keinen Schutz vor dem eisigen Wind noch vor den sengenden Sonnenstrahlen. Der Unterschied zwischen den beiden Ausgrabungen bestand nur darin, daß die von 1963 ein Wettlauf mit Pferdekarren war, die Gräber im wahrsten Sinne des Wortes zwischen den Hufen der Pferde freigelegt werden mußten, im Frühjahr 1967 aber war es ein Wettlauf mit Bulldozern und Schaufelbaggern. Und es ist das betrüblich Gemeinsame an der Geschichte der beiden Ausgrabungen, daß sie immer zu einer Zeit erfolgten, als Eszter B. Vágó im Museum Dunaújváros keinen Archäologen zur Hilfe hatte.Vom ersten bis zum letzten Tag führte und leitete sie persönlich die Ausgrabungen, organisierte die Arbeitskräfte und den Arbeitsablauf, Tag für Tag im aufreibenden Wettrennen mit den Erdarbeitern und den Baubrigaden, immer genötigt, menschliche Unvernunft und Verständnislosigkeit zu überwinden. Ihrem einzigartigen Organisationstalent war es zu verdanken, daß mit der Beschaffung vieler hunderttausend Forint die finanziellen Voraussetzungen dieser Ausgrabungen gewährleistet wurden.Die einzige ständige Aushilfskraft" bei den beiden Ausgrabungen im Areal des Südostfriedhofs war der Verfasser dieser Zeilen, der die gelähmte Rechte der Ausgrabungsleiterin ersetzte und zumeist die Grabpläne und Feldzeichnungen anfertigte. Meine damaligen Studenten, heute meine lieben Freunde und Kollegen, boten noch unermeßliche, wenngleich ebenfalls nur gelegentliche Hilfe.Der Begriff Südostfriedhof wurde von E. B. VÁGÓ in die Topographie und Literatur von Intercisa eingeführt.1 Die früheren Ausgrabungen des Ungarischen Nationalmuseums konnten die Selbständigkeit und Sonderstellung dieses Gräberfeldes noch nicht erkennen lassen, denn bei den beschränkten Freilegungs-möglichkeiten wurde nicht klar, daß es mit dem gewöhnlichen römischen Friedhof an der Straße" nicht zusammenhängt.Leider war gerade das Areal des Südostfriedhofs das bevorzugte Jagdrevier der zerstörenden Ausgrabungen von Kunsthändlern anfangs des Jahrhunderts. Rund zwei Drittel der 1963 und 1967 erschlossenen 600 Gräber waren den Ausgrabungen der Schatzsucher zum Opfer gefallen. Trotzdem können es die unversehrten Bestattungen und ihre Beigaben im Südostfriedhof sehr wohl mit jedem Gräberfeld des 4. Jahrhunderts gleich welcher Provinz des Römerreiches aufnehmen; und das hängt mit dem nicht verstandenen und nicht erklärten ungewöhnlichen Reichtum Intercisas zusammen. Darum entschloß sich auch E.B. Vágó, diesen Friedhof in einer selbständigen Arbeit zu veröffentlichen.So ist auch die Beschreibung der Gräber ihre Arbeit, und wir haben aufgrund des Inventarregisters des Museums in Dunaújváros Beschreibung, Bestimmung, Abmessungen, Angaben über Material und Gewicht der Funde im wesentlichen von ihr übernommen. Unter ihrer sorgfältigen Anleitung entstanden auch die Zeichentafeln für die Publikation des Materials, die auch über die innere Anordnung, den Aufbau und die Schnitte der Materialien Aufschluß bieten. Desgleichen sind der Plan des Gräberfeldes, zum Teil die Grabpläne und teilweise auch die Ausgrabungsfotos ihre Arbeit.Der Verfasser dieser Zeilen ist kein Spezialist für römische Archäologie, sein Fachgebiet sind die Bronze-und die Völkerwanderungszeit. So konnte er es auch nicht unternehmen, die speziellen Probleme des pro-vinzialrömischen Materials darzulegen. Wo er das tut (Schmuck, Gläser, Bronzegefäße, Keramik), stützt er sich auf die Aufzeichnungen und Merkzettel von E.B. vágó sowie auf ihre Hinweise auf die Bezugstellen in1 Alba Regia, 10 (1969), 167-168; Vágó, Ausgrabungen. 115-117.

Termékadatok

Cím: Die Gräberfelder von Intercisa I. [antikvár]
Szerző: B. Vágó Eszter Bóna István
Kiadó: AKADÉMIAI KIADÓ
Kötés: Vászon
ISBN: 9630511398
Méret: 200 mm x 290 mm
B. Vágó Eszter művei
Bóna István művei
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