Bővebb ismertető
Die steigende Intensität der Erforschung und der Publikation von Werken gotischer Kunst, die in ganz Europa zu bemerken ist, führte auch in Österreich zu einer vermehrten Aktivität und ergab für dieses Jahr die Planung einer repräsentativen Ausstellung, an deren Durchführung die Unterrichtsverwaltung besonderes Interesse nimmt. Hiezu kam noch die Tatsache, daß der Bestand der gotischen Objekte Niederösterreichs noch nie genügend geprüft worden ist. Diese Dokumentation legt also gleichzeitig das Ergebnis einer Überschau vor und gibt unter Einbeziehung der vielseitigen kulturellen Entwicklung des Landes im Spätmittelalter die Anregung, in der Erforschung des gesamten historischen Prozesses fortzuschreiten. Es war mir schon aus diesem Grunde eine gern erfüllte Verpflichtung, das Vorhaben nach Kräften zu fördern.
Hiebei war es selbstverständlich, daß die staatlichen Kunstsammlungen nach MögHchkeit museale Objekte für diese Ausstellung zur Verfügung gesteht haben. Besondere Anerkennung verdient die Tätigkeit des Bundesdenkmalamtes und seiner Restaurierwerkstätten, die zahlreiche Objekte, vor allem Werke der Skulptur und der Malerei, erfolgreich wiederhergestellt haben. So wurde, wie dies bei der Kremser-Schmidt-Ausstellung des Jahres 1951 geschehen ist, ein Teil des österreichischen Kunstbesitzes in einen Zustand versetzt, der den ursprünglichen Charakter der Werke zur vollen Geltung kommen läßt.
Hiebei hat sich die kollegiale Zusammenarbeit von Beamten der staatlichen Sammlungen und des Bundesdenkmalamtes mit ihren nieder österreichischen Kollegen bestens bewährt.
In der Hoffnung, daß das Publikum durch die reiche Fülle des gebotenen Materials ein lebendiges Gesamtbild von einer der wichtigsten Epochen der niederösterreichischen Kultur gewinnen wird, wünsche ich der Ausstellung nachhaltigen Erfolg.
Dr. Heinrich Drimmel Bundeaminister für Unterricht