Bővebb ismertető
Gedanken und Wünsche zum „Urwald" Sababurg
Faszination geht schon von dem Begriff „Urwald" aus, Sehnsucht nach längst Vergangenem, nach dem Urwüchsigen, nach echter Natur oder auch nach Geheimnisvollem, was abseits unserer Hochtechnik immer noch lebt. Es werden aber auch Fragen aufgeworfen und kritische Äußerungen laut, ob dieser Teil unseres Daseins noch in unser verstricktes Weltbild paßt oder in die fast vergessene kleine Ecke überlebter Romantik unter Plexiglas gehört. Wie stellt sich unsere Umweltsitutation dar?
In den letzten drei bis vier Jahrzehnten haben wir alles getan, was die Technik ermöglicht. Von der Handarbeit, von der Meisterleistung kamen wir zum Fließband oder zum Roboter, von der mechanischen Rechenmaschine zum alles beherrschenden Computer, vom Kinofüm zum weltweiten Fernsehen, das uns über erd-umkreisende Satelliten jeden Ort der Erde ins Zimmer bringt. Ist diese Generation soviel klüger als die vielen vor uns ? Bestimmt nicht - aber vielleicht radikaler, rücksichtsloser und entfernter von der Natur. Wir haben die Schätze, die uns die Natur in Millionen Jahren aufgebaut und geschenkt hat, ohne tiefgreifende Überlegung in wenigen Jahren verschlungen. Öl und Kohle gehen dahin, Wälder werden in Millionen Hektar jährlich geopfert, Böden verarmen und Gewässer kippen um. Die Luft wird immer stärker belastet, das Ozonloch reißt auf Alles das ist nicht von Gott gegeben, sondern vom Menschen gedankenlos gezüchtet. Was sind die Folgen ?
Bäume werden krank, Wälder sterben, Schädlinge nehmen überhand. Die Menschen leiden unter neuen Krankheiten, die Zahl der Allergien steigt ins Unvorstellbare, schon bei Kleinkindern. Stürme brausen übers Land und entwurzeln selbst in blattlosen Wintern die stärksten Eichen, die jahrhundertelang Wind und Sturm getrotzt haben. Ihre Wurzeln sind faul geworden, junge Faserwurzeln bilden sich kaum mehr, der sie begleitende und stärkende Pilz kündigt die Ehe auf, weil die Waldböden versauert sind und nicht mehr atmen können - oft ist das eine apokalyptische Situation.
Aus ihr erwächst als Gnade oder Glück eine erneuerte geistige Strömung - das Weltbild des Naturschutzes. Manchmal nur eine Rückbesinnung, vielfach ein Anfang für umweltverträgliches Denken, Planen und Handeln. War es nicht erfreulich und hoffnungsstark, als 1992 so viele Nationen in Rio de Janeiro den Rütlischwur leisteten, die Welt nach den Regeln der Natur zu gestalten ? Auch wenn bis jetzt die Ergebnisse mager sind - der Hoffnungsfunke brennt.
Viele Menschen suchen „die Natur". Sie stehen vor alten Bäumen und möchten sie sogar auch oft erleben. Sie, die jahrhundertelang am gleichen Ort unbeugsam Sturm und Hitze, Kälte oder Trockenheit erduldet haben und immer wieder grünen und blühen. Sie sind lebende Zeugen der Vergangenheit, stehen fest in der Gegenwart und wachsen hinein in die Zukunft, zwar ungewiß, aber hoffnungsvoll. Alte Burgen, Schlösser und Dome kann der Mensch immer wieder ersetzen, alte Bäume nie. Jeder ist eine eigene Persönlichkeit, nicht auf eine Epoche festgelegt wie Sanssouci, Versailles oder der Kölner Dom, und er wächst weiter, wenn auch der Stamm hohl ist und Äste absterben. Es gibt viele Baumveteranen, die jahrhundertelang nur auf ihrem äußeren Mantel stehen und trotzdem leben - ein Sinnbild der Hoffnung, der Zuversicht und der positiven Einstellung zum Leben. Der „Urwald" Sababurg ist ein solches Kleinod, in dem man die Natur belauschen und erleben kann. Mit seinen vielen alten Eichen, den an der Lebensgrenze stehenden Altbuchen, den verzauberten Hainbuchen, aber auch mit den nachwachsenden Laubbäumen wie Birken, Erlen oder jungen Eichen schenkt er uns eine Welt