Bővebb ismertető
Das Foto gibt Perspektive. Als beobachtete man die Dinge, Menschen und Gegenstánde, mit zusammengekniffenen Augen. Auch Reisebüros locken oft mit Aufnahmen aus der Vogelperspektive". Budapest sei - so ein ausgezeichneter Gemeinplatz - die Königin der Donau. Diese geláufige Bezeichnung der Reiseprospekte stammt aber nicht von uns Einwohnern, sondern von gutgesinnten Fremden, die die Stadt stets bewundert und sich daran ergötzt habén. Von denen, die, habén sie Budapest einmal erlebt, gerne wiederkommen. Fassen wir nun diese Stadt - eine Schönheit, die sich vor dem Spiegel gefállt - anhand der nachfolgenden Fotografien, aus einem grö&eren Blickwinkel, aus einer gewissen Distanz ins Auge. Und dies nicht deshalb, weil sich aus der Náhe betrachtet jede moderne Groftstadt hinter einem Nebelvorhang aus Abgasen der Autokolonnen versteckt, und auch nicht, weil man so vor lauter Báumen den Wald nicht sieht und sich in Einzelheiten verliert. Vielmehr und vor allém darum, weil die unvergleichliche Schönheit der Hauptstadt Ungarns ihrer Lage, der Perspektive zu verdanken ist. Man kann sie gar nicht richtig kennenlernen, bevor man nicht von einem ihrer beliebigen Aussichtspunkte aus auf sie herabgeblickt hat. Rom, Lissabon habén sieben Hügel. In Budapest findet der Reisende mehr davon, und dazu auch Berge. Die Zweimillionenstadt ruht in ihrer Umarmung wie die Perle in der Muschel. Laubwald und Felsen - im Sommer Ausflugsorte, im Winter Skigebiete - liegen nur einige Bus- oder Strafcenbahnhaltestellen weit vom Stadtzentrum. Zu den bekanntesten Aussichtspunkten der Touristen führen winkelige GáL- chen, romantische Treppen hinauf, so auch zur abgelichteten Fischerbastei, zum Nadelspitzenturm der Matthiaskirche oder auf den Gellertberg, der durch eine Zitadelle bekrönt und durch das Freiheitsdenkmal gekennzeichnet ist. Über seinen Hang, oberhalb der neuen, schneeweiBen Elilsabethbrücke, hielten vor tausend Jahren die Ungarn unter dem Kreuz des aus Venedig stammenden Missionárs und Mártyrer-Bischofs, der dem Berg dem Namen gab, ihren Einzug in die Gemeinschaft des christlichen Európa. Die Donau, die die beiden Hálften der Stadt, Buda und Pest, voneinander trennt, spielt hier nicht nur die Rolle eines Flusses, sie wálzt sich breiter und