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ObrigkeitAls heraldisches Zeichen ist das Wappen der Stadt Augsburg umittelbare Aussage, der Schild mit dem Pyr und der Name der Stadt künden von Zeit und Ursprung der Gründung.Ein sanfter, von Süden nach Norden verlaufender Höhenrücken im spitzen, von zwei zusammenlaufenden Flußtälern gebildeten Winkel, war die Landschaftsform, die die Römer antrafen, als sie auf Befehl ihres Kaisers in das Land nördlich der Alpen vordrangen. Jedoch nicht auf diesem weitausschauenden Plateau bauten die Soldaten das erste Kastell, sondern ihrer Gewohnheit folgend in der Ebene, direkt am Ufer der Wertach beim heutigen Oberhausen, kurz vor der Einmündung in den Lech. Sie schufen damit einen Stützpunkt an der Staatsstraße vom Fernpaß über Füssen zur Donau, der vorläufig erstrebten Grenze und Aktionsbasis gegen Germanien. Von ca. 15 v. Chr. bis ca. 16 n. Chr. bestand dies Kastell, dessen Vorhandensein Grabungen und Funde erwiesen und gesichert haben.Um das Jahr 30 erfolgte die Gründung von Augusta Vindelicorum, der Kaiserstadt im Lande der besiegten Vindeliker. Die natürlichen Gegebenheiten, die Sicherheit boten, vervollständigte man durch Wehrbauten, in der Hauptstraße setzte sich die Via Claudia Augusta fort. In dem jungen Stadtwesen lebten römische Soldaten, Beamte und Kaufleute als Herren des Landes, als Staats- und Stadtoberhaupt waltete der dux Raetiae hier seines Amtes. Seit wann das Christentum sich nach Verfolgungen durchsetzen konnte und durch eine kleine Gemeinde vertreten war ist ungewiß, man vermutet ein frühes Bistum in Abhängigkeit von Mailand oder Aquileia. Dieses religiöse Zentrum mag als Pol einer Machtbildung Bestand gehabt haben, mit großer Wahrscheinlichkeit war es der Garant für die Kontinuität der Siedlung.In der Blütezeit der Römerherrschaft war die Stadt in üblicher Weise wie andere römische Kolonialstädte verwaltet worden. Als die Macht der Römer durch die stetig andringenden Germanen ins Wanken kam, ging die Verwaltung an die Militärs über, um nach der Preisgabe der Provinz gänzlich zu erlöschen. Vermutlich herrschten zur Zeit der Völkerwanderung anarchische Verhältnisse, aus denen erst wieder unter der Herrschaft der Franken allmählich ein neuer Weg zu Ordnung und gewisser Sicherheit des Lebens führte. In dem neu begründeten Königshof saß der Graf als Organisator der Verwaltung. Karl d. Gr. selbst begabte Bischof Simpert, seinen Neffen, mit Gütern und Rechten und schuf damit die Voraussetzungen zu neuer Blüte der Siedlung unter dem Krummstab. Die enge Freundschaft, die Bischof Ulrich mit Kaiser Otto I. verband, bewirkte wahrscheinlich, daß das Recht der Erhebung von Abgaben, die Zolleinnahme, Gerichtsbarkeit und Münzrecht zugestanden wurden. In diesen Zeiten der Not erfreuten sich die Bürger am Orte gern des Schutzes, den ihnen die feste Bischofsburg gewährte und fügten sich unter das Gebot des geistlichen Oberhauptes, doch wurde der Friede später getrübt.5 Als die Siedlung sich erweiterte, lehnte sich das Volk der Händler und Handwerker, das