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MOMENT MÄU
Katharina Müller, kautmannische Angestellte
„Zeig -ans docla mal ein Eoto von deinem Frenndl" Stört es Sie, wexm Kollegen das fragen?
Ja
Beruf ist Beruf, und Privatleben sollte auch
privat bleiben — finde ich. Damit meine ich nicht, daß man im Job wie ein Roboter arbeitet und nie ein persönliches oder privates Wort mit den Kolleginnen wechselt. Natürlich erzähle ich auch mal von meinem Partner, und wenn ihn die Kolleginnen dann zufällig irgendwo kennenlernen, finde ich das sogar ganz gut.
Aber ein Foto von ihm herumzu-zeigen, kommt mir - ehrlich gesagt — ziemlich albern vor. Man kennt das doch: Da schaut sich eine mehr oder weniß;er sroße Schar von Kolleprinnen ein womöglich nicht einmal g;elunRenes Foto an - und kann sich von dem Menschen doch kein Bild machen. ist doch die pure Neugierde. Von den Kommentaren, die ich mir bei der Fotoschau dann noch anhören muß, ganz zu Schwei- ^ gen. Ich finde das dem Partner gegenüber nicht fair. Übrigens möchte ich auch nicht, daß er ein Foto von mir rumzeigt.
"^^•—Schließlich redet jL^öjLJ-J-man mit Kollegien auch ab und z.u über private üin^e. Man erzählt vom letzten Urlaub oder von Familienfeiern — da finde ich es nur natürlich, daß die Kollegen auch mal sehen wollen, von viem da eig,ent-lich die Rede ist. Ganz ohne Hintergedanken, einfach um sich ein Bild zu machen.
VJenn .-jemand sich immer ziert, ein Foto von seinem Lebensg^efährten zu zeigen, liefert das doch nur Stoff für die Gerüchteküche . Am Ende g^laubt noch jeder, die bessere Hälfte sei eben nicht vorzeigjoar - oder womöglich frei erfunden. Und im übrigen: Ylas ist denn schon
dabei, ein Foto vorzuzeig^en? ^er zu seinem Partner steht. dem kann das doch vjirklicYv nichts ausmachen.
Schließlich zeiget man sich mit seinem Freund 3a auch in der Öiientlich-keit. kus welchem Grund also sollten ausg^ereohivet die Y.olleg,en dann .nicht viissen, viie er aussie\\t?
Im nächsten Heft: Stört es Sie, wenn Gäste in \hrem BücherTe9a\ stöbern?
fieu