Bővebb ismertető
EINFÜHRUNGDie meisten Weintrinker orientieren sicii am Etikett der Flasclie über den Wein, den sie erwerben möciiten. Damit spielt das Etikett eine we-senüiche Rolle für das Erkennen eines Weins. Heutzutage kann man seine Wahl unter Zehntausenden von Weinen treffen. Zwar soll ieder seinen eigenen Charakter haben, doch um erfolgreich zu sein, muß er einer bestimmten Gruppe zugeordnet werden können, denn nur wenige Weine sind so herausragend, daß sie für sich alleine stehen können. Selbst die Premiers Crus in Bordeaux mit ihrer ausgeprägten Individualität sind durch ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe so berühmt geworden. Gerade diese Gmppenidenütät finde ich so faszinierend, denn in ihr spiegeln sich nicht nur die Charaktereigenschaften der Weine, sondern auch die ttaditionellen und kulmrellen Besonderheiten einer Weinbauregion und ihrer Hersteller.Die Bedeutung des EtikettsDie Weinetiketten aus Papier, wie wir sie heute kennen, sind noch relativ jung. Ab der Mitte des ig.Jahrhunderts waren sie immer häufiger zu sehen. In Großbritannien beispielsweise wurde die Weinetikettierung erst in den sechziger Jahren unseres Jahrhunderts gesetzlich vorgeschrieben. Viele Weinbaugebiete haben ihre Etiketten in den vergangenen hundert Jahren kaum verändert, doch selbst in den uadiüonsreichsten Regionen läßt eine gewisse Experimentierfreundigkeit auf einen möglichen Wandel schließen. Interessant ist zu beobachten, welche Stile sich in den neueren Weinbaugebieten herausbilden, die noch auf keine Tradi-Taittlnger Champagne coUecÜoa Dieser neue Verpackungsslil stammt aus einer traditionellen Weinbauregion. Jeder Jahrgang bat ein anderes Design: 1981 (linlcs) wurde er von Arman gestattet, 1983 von Vieira da Silva.tion zurückblicken können. Zum Teil sind die Etiketten sehr phantasievoll gestaltet, wohingegen andere nur ältere Formen zu imitieren scheinen. In jedem Fall bietet das Eükett dem Käufer Informationen über die Intention des Herstellers. Es läßt sich daraus ablesen, ob dieser mit seinem Wein neue Wege einschlagen möchte oder eher versucht, einen uaditionellen Stil nachzuahmen.Die Auswahl klassischer WeineDieses Buch handelt von klassischen Weinen, auch wenn die exakte Definition von -klassisch- nicht einfach ist. Viele der behandelten Weine stammen von neuen Weinkellereien, andere wiederum sind neue Weine aus etablierten Beuieben. Tatsächlich entwickelt sich dieser Industriezweig so rasch, daß wahrhaft klassische Weine kaum mehr zu finden sind. Versteht man -klassisch- allerdings als Synonym für Qualität, Haltbarkeit und Tradition, dann sind die hier aufgenommenen Produkte zweifellos klassische Weine.Eine absolute Vollständigkeit kann man mit einem derartigen Buch nie erreichen, und unbeabsichtigte Auslassungen sind nicht ganz zu vermeiden. Die hier vorgestellten Weine sind eine subjektive Auswahl aus den feinsten ihrer Art. Ich bitte um Verzeihung, sollte ich einen Wein aus Un-kennmis, Platzmangel oder der Unmöglichkeit, ein Etikett zu erhalten, nicht aufgenommen haben.Aufgrund der schnellen Veränderungen in der Weinindusu-ie waren vielleicht einige Beobachtungen bereits überholt, bevor noch die Dmckfarbe ganz getrocknet war. Die weit größere Mobilität unter den Herstellern und die wachsende Anzahl neuer Weinbereitungstechniken hat den Stil mancher Weine einschneidend verändert. Doch die meisten dieser oft recht unvermittelt auftretenden Umschwünge brachten eine Verbesserung. Noch nie wurde soviel guter Wein - und das gilt fiir alle Weinbaugebiete - hergestellt wie heutzutage.Die Information auf den EtikettenDie Bestimmungen der einzelnen Länder schreiben vor, welche Informationen auf dem Etikett erscheinen müssen. Vor allem in den Ländern der Europäischen Gemeinschaft und in den Vereinigten Staaten sind die Bezeichnungen genau geregelt und nicht genehmigte Begriffe dürfen nicht verwendet werden. Doch diese Vorschriften werden nicht überall anerkannt, weswegen es immer wieder zu Verwechslungen kommt -Port- ist innerhalb der EG ein geschütztes Markenzeichen für die Weine aus einem begrenzten Gebiet im portugiesischen Douro-Tal. Doch Länder wie die USA, Südafrika und die UdSSR vermarkten ihre eigenen Produkte unter diesem Namen. Wollten sie allerdings ihre Erzeugnisse auf dem EG-Markt verkaufen, müßten sie einen neuen Namen finden. Ähnlich werden auch viele andere berühmte Namen kopiert und die Winzer und Händler aus der Champagne, aus Chablis, Burgund und Sauternes haben lange und han für den Schutz ihrer Namen und