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VERSUCHE AM FAHRBAHNGERIPPE VON STÄHLERNEN EISENBAHNBRÜCKEN
F. SZÉPE
[ungarisches verkehrsministerium, abteilung für eisenbahnbrückenbau, budapest] [Eingegangen am 12. Febr. 1952]
Einleitung
Bei den bis zur Jahrhundertwende gebauten Eisenbahnbrücken wurden die zwischen die Querträger verlegten Längsträger nur durch Anschlusswinkel mit den Querträgern verbunden. Mit der allmählichen Steigerung der Fahrzeugbelastungen und wegen der Hauptträger mit einfachem Fachwerk, die im Vergleich zu den Hauptträgern mit mehrfachem Fachwerk grössere Feldweiten — also grössere Stützweiten der Längsträger — erforderten, wurde das Fahrbahngerippe immer steifer und die Verbindung der Längs träger ging häufig vorzeitig zugrunde. Dies zeigte sich im Einfressen und der Lockerung der Anschlussnieten, nicht selten auch in Rissen und Brüchen der Längsträger-stegbleche. Der Grund hierfür bestand darin, dass man nicht nur vom Gesichtspunkt der Dimensionierung, sondern auch bei der Ausbildung der Konstruktion angenommen hatte, dass die zwischen die Querträger verlegten Längsträger als Träger auf zwei Stützen funktionieren ; diese Annahme ist jedoch selbst bei den allereinfachsten Längsträgerkonstruktionen falsch. Wenn sich nämlich die Nieten schon so eingefressen haben, dass dadurch ein freieres Bewegen des Längsträgerendes ermöglicht wird, dann ist die Sicherheit des Anschlusses nicht mehr vollständig gewährleistet.
Zur besseren konstruktiven Durchbüdung des Fahrbahngerippes wurden später die an die Querträger anschliessenden Längsträger oben, eventuell auch unten, durch durchschiessende Platten miteinander verbunden. Obzwar auf diese Weise die Verdrehung der Längsträgerenden noch mehr verhindert wurde, dimensionierte man auch weiterhin die Längsträger als Träger auf zwei Stützen, wobei der Einfluss der Anschlüsse der Längsträger auf das effektive Kräftespiel und auf die richtige Dimensionierung des Fahrbahngerippes ausser acht gelassen wurde. Die früher mehr oder weniger einfallsmässig dimensionierten durch-schiessenden Platten bekamen nicht selten Risse oder brachen, besonders bei zweigleisigen Brücken. Das Profil der Längsträger war überdimensioniert, was
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