Bővebb ismertető
Vorwort
Der vorliegende Band zur Theorie der Spanischen Partie umfaßt ein breites Spektrum an Eröffnungssystemen: angefangen von alten Verteidigungen ohne den Zug 3. . . . a6 (von denen viele auch heute ihre Aktualität nicht eingebüßt haben), bis hin zu solchen modernen inhaltsreichen Systemen wie der Offenen Verteidigung mit 5.
:e4 oder der Verbesserten Steinitz-Verteidigung. Bei der Darlegung des Materials ließ ich mich von den gleichen Grundsätzen leiten wie in dem Band Spanisch — Rubinstein-Aufbau bis Breyer-System, der den modernen geschlossenen Systemen gewidmet ist: das Augenmerk auf aktuelle Fortsetzungen zu lenken, mehr auf die Hintergründe der Strategie und Taktik prinzipiell wichtiger Systeme einzugehen usw. Die Entdeckung des Zuges 3.Äb5 (nach l.e4 e5 2.äf3 L)c6) wird gewöhnlich dem Spanier Ruy Lopez zugeschrieben, der diese Eröffnung als erster gründlich analysierte. Er findet sich jedoch bereits in Werken Lucenas, d. h. rund 70 Jahre vor Ruy Lopez. In der gegenwärtigen Turnierpraxis ist die Spanische Partie unter den
offenen Spielen am häufigsten anzutreffen. Obwohl Weiß vorläufig noch nicht mit einer unmittelbaren Drohung aufwartet :e5 wird durch 5. . . . !^rd4 pariert), hat es Schwarz nicht leicht. Weiß errichtet eine zuverlässige Kontrolle über die Punkte e5 und d4. Er ist bemüht, den Nachziehenden zu d7—d6 zu veranlassen, was ihm in vielen Fällen eine nachhaltige Initiative im Zentrum einräumt. In der Spanischen Partie tritt das Anliegen der modernen Eröffnungsbehandlung von Weiß deutlich in Erscheinung, durch Ausübung eines Drucks auf die zentralen Felder zu dauerhafter Initiative zu gelangen. Weiß vermeidet eine vorzeitige Aufhebung der Zentrumsspannung (und folglich auch für ihn ungünstige Vereinfachungen) und versucht, eine freie Entfaltung des Gegners zu verhindern. In früheren Zeiten entstanden viele Systeme, in denen Schwarz nicht 3. . . . a6 antwortete. Dies geschah völlig gesetzmäßig, war man doch darauf bedacht (besonders in offenen Spielen), das Verteidigungsproblem in erster Linie durch schnellstmögliche Mobilisierung
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